Keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Bild: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

SPD-Fraktion bezieht Stellung pro TVöD im neuen Solebad


Anlässlich der Berichterstattung im Westfälischen Anzeiger am 24. März zur Frage der Bindung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) im neuen Solebad erklärt der Fraktionsvorsitzende Lars Hübchen für die SPD-Fraktion:

Die SPD spricht sich klar dafür aus, für die Beschäftigten in der Natur-Solebad Werne GmbH zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zurückzukehren. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass für die Beschäftigten im neuen Solebad der TVöD gilt und die Gesellschaft dem kommunalen Arbeitgeberverband beitritt.

Wir Sozialdemokraten sind davon überzeugt und es gehört zu den Grundwerten unserer Partei, dass Tarifverträge eine historische Errungenschaft sind. Gerade öffentliche Arbeitgeber stehen hier in einer besonderen Verantwortung, sich der Tarifbindung nicht zu entziehen.

Die Wiedereinführung des TVöD ist aber auch ein Akt der wirtschaftlichen Vernunft. Denn er ist die Voraussetzung für ein langfristig erfolgreiches Bad. Mit dem neuen Solebad entsteht ein außergewöhnliches Schwimmbad, das aber auch außergewöhnlich gutes Personal benötigt. Bis zur Eröffnung im Frühjahr 2019 muss gleich ein ganzes Team von gut qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewonnen werden. Das wird nicht einfach. Denn der Fachkräftemangel hat auch den Bäderbereich erfasst. Bundesweit sind schon jetzt 2.500 Stellen in Schwimmbädern unbesetzt. Dabei gilt: Wer für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv sein möchte, der muss mehr bieten als einen Arbeitsplatz in einem interessanten Gebäude. Auch die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Das garantiert nur die Absicherung durch einen Tarifvertrag.

2019 geht Werne mit einem völlig neuen Bad an den Markt. Dabei muss jedem klar sein: Um alte Gäste zurückzugewinnen und neue Zielgruppen zu überzeugen, müssen wir bei Wiedereröffnung des Bades auf den Punkt guten Service bieten und dürfen uns keine Ausrutscher erlauben. Es gilt der Grundsatz: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck!

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